Padel: Regeln, Ursprung und Unterschiede zu Tennis & Squash

Padel: Regeln, Ursprung und Unterschiede zu Tennis & Squash

Facts zum Trendsport zwischen Tennis und Squash

Padel ist aktuell in aller Munde. Auch wir bei Orthomol sind begeistert auf den Trend aufgesprungen und kürzlich sogar Partner des Deutschen Padel Verbands (DPV) geworden. Das alle Welt im Padelfieber ist, hat gute Gründe. Der Sport ist spaßig, intensiv, gesellig und auch draußen möglich. In immer mehr Event- und Sportlocations werden Padel-Courts integriert oder separate Courts gebaut, und schüren den Erfolg der einstigen Nischensportart. Neugierig geworden? Dann haben wir hier die wichtigsten ersten Infos rund um Padel für Dich.

Padel kommt ursprünglich aus Mexiko

Die Ursprünge des Sports liegen im Mittelamerika. Dort erfand der Mexikaner Enrique Corcuera 1965 in Acapulco die Tennisvariante. Da auf seinem Grundstück nicht genügend Platz für einen regulären Tennisplatz vorhanden war, ließ er ein kleineres Spielfeld bauen und integrierte die bereits vorhandenen Mauern in das Spiel. Schnell stellte sich heraus, dass genau diese Besonderheit den Reiz des neuen Sports ausmachte: Die Wände wurden aktiv in die Ballwechsel einbezogen. In den folgenden Jahren verbreitete sich Padel zunächst nach Spanien und Argentinien, wo es heute zu den beliebtesten Sportarten zählt. Mittlerweile gilt Padel als die weltweit am schnellsten wachsende Rückschlagsportart und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung.

Padel startet in Deutschland durch

Hierzulande war Padel zwar bereits seit den 2000-er Jahren bekannt, aber zu der Zeit noch ein absoluter Nischensport. Nach Gründung des DPV im Jahr 2010 und der Einführung der ersten bundesweiten Turnierserie 2012 nahm die Sportart langsam an Fahrt auf. Der eigentliche Boom setzte aber erst ab 2020 ein, als mehr prominente Sportler in Padel investierten und immer mehr Möglichkeiten entstanden, Padel auszuprobieren.

Padel und Tennis – die wichtigsten Unterschiede

Obwohl Padel auf den ersten Blick an Tennis erinnert, unterscheiden sich beide Sportarten deutlich. Gespielt wird ausschließlich im Doppel auf einem etwa 10 × 20 Meter großen Court, der von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Diese Wände dürfen – ähnlich wie beim Squash – nach dem ersten Bodenkontakt des Balls in das Spiel einbezogen werden.

Auch das Spielmaterial unterscheidet sich: Statt eines bespannten Tennisschlägers kommen kompakte Schläger ohne Saiten zum Einsatz. Die Bälle ähneln Tennisbällen, besitzen jedoch einen geringeren Innendruck und sind dadurch etwas langsamer. Durch das kleinere Spielfeld und die langsamere Spielgeschwindigkeit entstehen längere Ballwechsel, sodass Strategie, Positionierung und Teamarbeit häufig wichtiger sind als reine Schlagkraft. Der Aufschlag erfolgt grundsätzlich von unten und unter Hüfthöhe, wodurch Einsteiger schneller Erfolgserlebnisse erzielen.

Padel und Squash – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die größte Gemeinsamkeit zwischen Padel und Squash besteht darin, dass die Wände aktiv in das Spiel integriert werden. Während beim Squash jedoch zwei Spieler oder Doppel auf demselben Court gegen die Frontwand spielen und nahezu jede Wand genutzt werden darf, treten beim Padel zwei Teams auf einem Netz getrennten Spielfeld gegeneinander an. Die Wände dürfen erst nach dem ersten Bodenkontakt des Balls auf der eigenen Spielfeldhälfte genutzt werden.

Auch das Spieltempo unterscheidet sich deutlich. Squash ist aufgrund des kleineren Courts und der permanenten Bewegung meist körperlich intensiver und verlangt eine hohe Ausdauer sowie schnelle Reaktionen. Padel hingegen bietet etwas längere Reaktionszeiten, ist taktischer geprägt und gilt insgesamt als leichter zugänglich. Viele Spieler empfinden Padel deshalb als die ideale Mischung aus Tennis und Squash.

Für wen eignet sich Padel?

Padel eignet sich für nahezu jede Altersgruppe und jedes Leistungsniveau. Besonders Menschen, die einen unkomplizierten Einstieg in eine Rückschlagsportart suchen, profitieren von den schnellen Lernerfolgen. Auch ehemalige Tennis-, Badminton- oder Squashspieler finden sich meist schnell zurecht. Da Padel ausschließlich im Doppel gespielt wird, steht der soziale Aspekt stark im Vordergrund – ideal für Familien, Freundesgruppen oder Firmen-Events.

Das Angebot in Deutschland wächst rasant. Inzwischen gibt es Padel-Anlagen in zahlreichen Großstädten und Regionen. Viele Tennisvereine erweitern ihre Anlagen inzwischen um Padel-Courts, gleichzeitig entstehen spezialisierte Padel-Hallen.

Padel etabliert sich auch als Leistungssport

Auch der Wettkampfsport entwickelt sich dynamisch. Der DPV organisiert die Deutsche Padel Liga mit mehreren Spielklassen. Zum Ligasystem gehören heute die 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, Regionalligen, Oberligen sowie in vielen Bundesländern bereits Landesligen. Ergänzt wird das Angebot durch Ranglistenturniere und Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen. Die Zahl der Mannschaften und Spieler steigt seit Jahren kontinuierlich – ein Zeichen dafür, dass sich Padel auch in Deutschland zunehmend vom Trendsport zur festen Größe entwickelt.

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